Östliche Methoden in der Massage
Akupressur
DefinitionAkupressur (latein.: spitzer Druck) - Druckbehandlung bestimmter Hautpunkte, meistens mit Hilfe der Fingerkuppen. Die Wurzeln dieser Methode liegen in der traditionellen chinesischen Heilkunst.
Shiatsu
DefinitionDie japanische Variante der Akupressur heißt Shiatsu, bedeutet wörtlich übersetzt soviel wie Fingerdruck (Shi= Finger, Atsu = Druck.)
Methode
Bei der Therapie wird mit Händen, Daumen, Ellbogen, Knien bzw. unter Einsatz des gesamten Körpers gearbeitet.
Der Therapeut nimmt anhand der Meridiane unterschiedliche Spannungszustände wahr: ein zuviel an „Ki” (Jitsu) oder ein zuwenig (Kyo). Mittels des Körpergewichtes über den Meridianpunkten stellt er dann einen Ausgleich des Qi her.
Die Stimulierung der Druckpunkte soll Glückshormone (Endorphine / Serotonin) und schmerzlindernde Stoffe (Neurotransmitter) freisetzen. Dadurch sollen sich sowohl körperliche als auch seelische Verspannungen lösen.
Ziel der Behandlung ist es, erste Anzeichen von möglichen Krankheitsursachen zu kurieren, damit sie erst gar nicht zum Ausbruch kommen.
Beim Shiatsu wird mit sanftem, tiefgehendem Druck entlang der Energiebahnen der Energiefluss angeregt und so eine körperlich-seelische Ausgeglichenheit gefördert. Durch die Behandlung werden die Selbstheilungskräfte angeregt und gestärkt.
Erfahrungsgemäß sprechen folgende Krankheitsbilder gut auf Shiatsu an:
- Rücken- und Kopfschmerzen, HWS-Syndrom
- Spannungskopfschmerz und Migräne
- Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Nervosität
- emotionale/psychische Probleme und darausfolgende psychosomatische und funktionelle Erkrankungen
- Chronische Müdigkeit (CFS) & Fybromialgie
Tuj-na - Massage (Chinesische Heilmassage)
DefinitionTui heißt soviel wie Streichen, Reiben oder Schieben, Na steht für Greifen, Kneifen, Zupfen und An für Drücken mit Fingern, Daumen oder ganzer Hand. Mo ist leichtes Streichen und Reiben.
Ursprung
Die Tuj-na - Massage hat eine ebenso lange Geschichte wie die Akupunktur. Tuj-na An-mo ist die chinesische Heilmassagetechnik innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin .
Methode
Auf der Grundlage des Meridian- und Akupunkturpunktsystems werden an bestimmten Punkten Reize unterschiedlicher Qualität gesetzt. Angewandt werden Grifftechniken zur Harmonisierung des QI-Flusses und zum Ausgleich von Yin und Yang. Dabei werden Mangel- und Füllezustände der Energieströme des Körpers ausgeglichen, was zur Harmonisierung des Körpers und der Organfunktionen führt. Bei der Tuj-na-Behandlung werden etwa 300 verschiedene Grifftechniken angewandt, die nicht nur zur Lockerung der Muskulatur, Bänder und Sehnen eingesetzt werden, sondern über eine Druckmassage von Akupunkturpunkten ( Akupressur ) auch Energieblockaden lösen sollen ( Qi ). Bei der erst sanften, dann rauen Methode werden die oberen Hautschichten und das Unterhautfettgewebe gegeneinander verschoben.
Beurteilung
Tuina-Massage gilt als besonders erfolgreich bei:
- Kopf- und Rückenschmerzen
- nervösen Zuständen
- Schlafstörungen
- „Burn-Out-Syndrom” (ausgebrannt sein)
- Nacken und Kopfschmerzen
- energetischen Blockaden
- körperlich-seelischem Ungleichgewicht
- Korrektur von Fehlstellungen an den Gelenken
- Lösen von Verklebungen an Muskeln und Sehnenscheiden
- Beeinflussung der „Organfunktion” laut der chinesischen Diagnose
- Der ausgelöste Reiz stimuliert die körpereigenen Selbstheilungskräfte.