Osteopathische Techniken
Leben ist Bewegung - lautet einer der wichtigsten Grundsätze der Osteopathie. MOBILITÄT ist das oberste diagnostische und therapeutische Kriterium. Zur Diagnose und Therapie bedient sich der Osteopath ausschließlich seiner Hände. Strukturelle osteopathische Techniken für den Bewegungs- und Stützapparat sind Myofasciale Techniken und manuelle Triggerpunkt-Therapie.
Manuelle Triggerpunkt-Therapie

Myofasciale Triggerpunkte sind eine häufig übersehene und missverstandene Quelle quälender und weit verbreiteter Muskelschmerzen der Menschen. Durch das Auffinden und therapieren der Triggerpunkte kommt es zur Schmerzbeseitigung. Mit manueller Triggerpunkt-Therapie wird versucht, diese Punkte zu lokalisieren und mit speziell dafür geeigneten Techniken zu "zerdrücken". Eine Triggerpunkt-Behandlung kann sehr schmerzhaft sein, darf aber keinesfalls so (Schmerz gegen Schmerz) interpretiert werden.
Myofasciale Techniken

machen es möglich, Beschwerden fern von der Schmerzstelle zu therapieren und einen beschwerdefreien harmonischen Bewegungsablauf herzustellen. Die Fascien des Körpers bilden eine kontinuierliche Verbindung innerhalb bestimmter Körperregionen und des gesamten menschlichen Körpers und verbinden somit sämtliche Organe des Menschen. Myofasciale Schmerzen mit einem Ausstrahlungsmuster können sogar ischiasartige Beschwerden nachahmen.
Anmerkung zu den Methoden
Der Therapeut ertastet die Stelle der größten Bewegungsbeeinträchtigung und nähert dann vorsichtig die beiden Enden der gespannten Struktur einander an. Auf diese Weise wird das benachbarte Gewebe wieder besser durchblutet und weist eine bessere Gleitfähigkeit auf. Durchblutungsfaktoren sowie Nervenbahnen und die in der Osteopathie wichtigen Fascienketten stellen die Verbindungen zwischen verschiedenen Körperteilen her. Bei Störungen in diese Kette klagen die Patienten über Bewegungseinschränkungen und ziehenden Schmerzen in den Extremitäten. Nach Verletzungen akuter Art oder auch durch chronische wiederholende Mikrotraumen bedingt können Fascien mit einer Strukturveränderung reagieren, die zu biomechanischen Veränderungen im gesamten Körper führen können. Durch Myofasciale Behandlungstechniken werden diese strukturellen Veränderungen wieder gelöst. Chronische Schmerzzustände, vor allem auch der sog. postoperative Schmerz gehören sicherlich in die Domäne dieser Behandlung.